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Die Römer in Bad Kreuznach

 

 

 

 

 

 

 Zeugnisse einer reichen römischen Vergangenheit gibt es in Bad Kreuznach ganz konzentriert, leicht zugänglich und zum Erlaufen hervorragend präsentiert – an einer Stelle :

 in und um die Römerhalle. Sie liegt inmitten der römischen Ausgrabungen, direkt über und neben den Resten der einstmals prächtigen römischen Villa.

Sie beherbergt Exponate zur römischen Vergangenheit von Stadt und Kreis. Die Ausstellungsstücke repräsentieren den Zeitraum vom Beginn der römischen Besiedlung in Zeiten des Kaisers Augustus bis hin zur letzten Phase der römischen Herrschaft, dem valentinianischen Kastell.

Neben Sarkophagen und Grabbeigaben dokumentieren Weihealtäre, Viergöttersteine und die monumentale Jupitersäule Totenkult und religiöse Vorstellungen dieser Epoche.

Wichtige Stücke sind auch die Grabdenkmäler, auf denen die Verstorbenen in ihrer militärischen Ausrüstung dargestellt sind. Sie geben einen Eindruck zur römischen Militärgeschichte.

Viele Kleinfunde geben Zeugnis zum römischen Alltagsleben, Amphoren, Vasen, Trinkbecher und Krüge, darunter sind auch einige aus der benachbarten römischen Villa.

Die bedeutendsten Funde aus der Villa aber sind die beiden römischen Mosaikböden, die aus der Mitte des 3. Jahrhunderts stammen. Zahlreiche weitere Architekturteile vermitteln einen Eindruck von der Größe und Ausstattung dieses monumentalen römischen Palastvilla.

Das prächtige Herrenhaus am Hang war mehrgeschossig angelegt, allein im Erdgeschoß gab es mehr als 50 Räume mit prachtvoller Innenausstattung, Marmorarbeiten, Stuck und Wandmalereien, Fußbodenheizung inklusive. Villen entsprechender Größe sind bisher lediglich aus Frankreich, Großbritannien und dem Mittelmeeraum bekannt.

Die erwähnten Mosaike sind die wahren Highlights :

das 58 Quadratmeter große Gladiatorenmosaik zeigt ein Szenario in einem Amphitheater. Um ein Rundbild gruppiert, wechseln sich Szenen mit Gladiatoren- und Bestiarierkämpfen ab.

Das andere große Mosaik aus dem zentralen repräsentationsraum der Villa stammend, ist stolze 68 Quadratmeter groß und zeigt ebenfalls mehrere Szenen. Benannt nach dem Hauptmotiv in der Apsis, heißt es Ocenausmosaik. Oceanus, der Herrscher aller Gewässer, wird von zwei Hippokampen flankiert, dazu gibt es mediterrane Architektur, Hafen- und Schiffsszenen mit Galeeren und vielerlei, für die hier ansässigen Kelten wohl sehr fremdes Meeresgetier. Dieses Mosaik wird durch die Konsularinschrift auf das Jahr 234 n. Chr. datiert.

Alles in allem ein herrlich kurzweiliges Museum, der anderen Art, begehbar und manchmal fühlt man sich tatsächlich zurückversetzt in die Zeiten der Römer.

Zum Glück haben sie uns auch den Wein mitgebracht, zunächst aus dem Mittelmeerraum in Amphoren herbeitransportiert zur Labung der Stadthalter und Offiziere, aber auch zur Belohnung und als Gesundheitsgetränk für die einfachen Legionäre. Später dann hat man die Weinstöcke mitgebracht, gepflanzt und tatsächlich Weinbau betrieben. Fundstücke belegen das, auch Funde von Traubenkernen.

Die Herrschaft der Römer ist Geschichte, vieles haben Sie uns hinterlassen, der Weinbau, der Weingenuß und die Weinkultur haben bis heute überlebt. Auch für den Namen unserer Heimatstadt sind Sie verantwortlich, haben die Römer doch den hier ansässigen Keltenführer Crucinius genannt. Daraus hat sich in der Jahrhunderten danach der Name Kreuznach entwickelt. Das Bad kam später dazu – schon die Römer hatten den Ort wegen der warmen Quellen ursprünglich ausgesucht und diese zum Bad aber auch für die antike Fußbodenheizung genutzt.

Prosit (damit es gut für Dich ist!) paßt heute wie damals !

Das nächste Glas trinken wir auf die Römer !

 

 

3 Responses so far.

  1. Betti sagt:

    Wow, was ein Komplex

  2. Volker sagt:

    Google gerade im Web und bin auf dieser schönen und informativen Homepage gelandet. Bevor ich weiter surfe, möchte ich noch
    einen Gruß von der wunderschönen Insel Sylt hinterlassen.

  3. Volker sagt:

    Google gerade im Web und bin auf dieser schönen und informativen Homepage
    gelandet. Bevor ich weiter surfe, möchte ich noch einen Gruß von der
    wunderschönen Insel Sylt hinterlassen.

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