
Wo gibt es das sonst noch auf der Welt ?
Gut in Italien, Griechenland, in Kleinasien bis ins antike Zweistromland ( heute Irak) wird schon viel länger Wein angebaut als in Deutschland und dort wäre ein solch wahrlich historischer Stadtrundgang auch möglich.
Aber warum in die Ferne schweifen, wenn interessante Ausflüge und der gute Wein so (N)nahe liegen !
In unserer Heimatstadt Bad Kreuznach, der Kur- und Badestadt an der Nahe, die auch die Stadt der Rosen genannt wird, wird dieser historische Stadtrundgang Realität.
Der “Via historica” genannte Weg führt vom Kurgebiet, dem alten Badewörth, bis zur Römerhalle – allein Start- und Endpunkt strotzen vor Geschichte.
Schon zu Kaiserszeiten nach der Reichsgründung 1871 war das Kurgebiet der mondäne Ort für die Promenade des Hochadels aus ganz Europa, man trank das heilende und gesunde salzhaltige Wasser der Elisabethenquelle, heute ein höchst entspannender Platz für guten Wein und kulinarische Genüsse. Kurz danach schon, im Übergang 1872 zu 73 wurde das Weinhaus Weigand & Buchner gegründet, damals noch im benachbarten Bingen am Rhein – im Jahr 2008 feiern wir gerade unser 135. jähriges Bestehen.
Das Kurhaus mitten im Kurpark auf der Naheinsel, heute wie damals ein sehr gutes Hotel, hat seinen direkten Zugang zu den Crucenia-Thermen und zum Wellnesstempel Bäderhaus, war Stätte historischer Treffen : Kemal Atatürk, der Staatsgründer der modernen Türkei traf hier Kaiser Wilhelm in den Zeiten des 1. Weltkrieges, später und zu endlich friedlichen Zeiten nach dem 2. Weltkrieg besiegelten hier im Kurhaus der französische Staatspräsident Charles de Gaulle die deutsch-französische Freundschaft mit Bundeskanzler Konrad Adenauer, am 26. November 1958 war das, also vor genau 50 Jahren.
Vom Kurhaus, am Bäderhaus vorbei, entlang des Mühlenteichs führt der historische Stadtrundgang weiter durch die tatsächlich älteste Platanenallee Deutschlands. An der Pauluskirche vorbei, dort wo Karl Marx 1843 seine Jenni von Westphalen heiratete, erreicht man nach wenigen Minuten das berühmte Wahrzeichen Bad Kreuznachs, die Brückenhäuser, quasi die “Ponte Vecchio an der Nahe”.
Die ersten Brückenhäuser wurden ab 1480 auf den Brückenpfeilern der alten Nahebrücke (1300) gebaut. Später zerstört, wurde die heute sichtbare, eindrucksvolle und malerische Silhouette ab 1595 bis 1689 fertiggestellt.
Die Brücke verbindet die Alt- und die Neustadt miteinander. Durch die Gassen der Altstadt ergeben sich herrliche Abstecher in das Viertel am Ellerbach, das “Klein-Venedig” genannt wird, hinauf zur Kauzenburg, die die Altstadt überragt oder zu dem Haus, wo der Lehrer wohnte, den Goethe als Vorlage zu seinem Faust weltberühmt machte. Weiter führt uns der Weg in den Schloßpark hinein, vorbei am “Kalten Loch”. Der kleine, aber feine Landschaftspark ist ein Hort der Ruhe und Beschaulichkeit mit exotischen Bäumen und einem lauschigen Weiher, daneben die alte Puricelli-Villa, heute das Schloßparkmuseum. Durch das alte Rittergut am Bangert, heute mit einem Puppenmuseum, erreicht man nur einen Steinwurf entfernt die römischen Ausgrabungen und das beeindruckende Museum, die Römerhalle. Dort stand vor 1800 Jahren die imposante Villa eines Römers und schon beim Betreten der nachempfundenen Stätte wird die Römerzeit an der Nahe lebendig. Zahlreiche Ausstellungsstücke des römischen Alltags und der Religion lassen den luxuriösen Lebensstil der damaligen Bewohner der Villa nur erahnen. Herrliche, originale und teilweise rekonstruierte Bodenmosaike zeigen Bilder aus der römischen Heimat. Das eine zeigt den Meeresgott Neptun und für die damals hier lebenden Kelten wohl überaus exotische Fische und Meeresgetier, im zweiten eine Gladiatorenszene, wie man sie aus “Ben Hur” kennt. In den Keller herabsteigend, erkennt man die wirkliche architektonische Kunst der Römer : das warme Wasser der Kreuznacher Thermalquelle wurde in eine antike Fussbodenheizung eingespeist. Um die Villa gab es erste Weinberge, ebenfalls mitgebracht aus der mediterranen Heimat. So nahm der Weinbau in Deutschland seinen Anfang.
Unsere Heimatstadt ist eine Entdeckungsreise wert, auf historischem Boden !
Die Römer nannten den Ort “Cruciniacum” nach dem keltischen Führer Crucinius, der hier ansässig war. Daraus entwickelte sich über die Jahrhunderte der heutige Name der größten Weinbaugemeinde an der Nahe, Bad Kreuznach.
Genießen Sie unsere Weine vom historischem Boden aus Bad Kreuznach oder kommen Sie einfach mal vorbei !

Link: unsere Kreuznacher Weine : Römerhelde, Kauzenberg, Rosenberg, Mönchsberg, Hinkelstein, Kreuznacher Bacchus, Kundenweinberg Narrenkappe - Goethe-Edition Weißburgunder trocken, Goethe-Edition Regent edelsüß