In weintrinkenden Nationen sterben die Menschen seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dieses Phänomen wurde in den 80iger Jahren des abgelaufenen Jahrhunderts durch den französischen Professor Serge Renaud entdeckt und ist inzwischen weltweit als “French Paradox” anerkannt. Er entdeckte schon damals und konnte nachweisen, daß die Franzosen zwar gern und gut essen, aber dennoch ein deutlich geringeres Risiko aufweisen für Herzerkrankungen und deutlich weniger den gefürchteten Herzinfarkt erleiden. Die Botschaft von Professor Renaud für dieses Paradoxon: der Grund liegt in dem regelmäßigen Rotweinkonsum der Franzosen zu den Mahlzeiten.
Die gesundheitsfördernde Wirkung des Weines liegt offenbar in der besonderen Kombination wertvoller Inhaltsstoffe im Wein mit dem Alkohol. Dies hat Renaud in einer späteren Studie in 1998 in Nancy, Frankreich herausgefunden. Er untersuchte 34.000 Männer im Alter von 40-60 Jahren. Die Weintrinker (2-3 Gläser pro Tag) hatten eine niedrigere Sterblichkeit als die Gruppe der starken Trinker, aber auch als die Abstinenzler. Bei diesen moderaten Weintrinkern wurden außerdem weniger Krebserkrankungen festgestellt. Alkoholmißbrauch jedoch begünstigte den Ausbruch bestimmter Krebserkrankungen.
In einer dänischen Studie des Instituts für Präventivmedizin an der Universität Kopenhagen (1995) wurden 6.051 Männer und 7.234 Frauen im Alter von 30-70 Jahren über 12 Jahre beobachtet. Das herausragende Ergebnis war die Sterberisikominderung bei moderatem Weinkonsum, d.h. gegenüber allen anderen Vergleichsgruppen. Sie erkrankten u.a. seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einen vergleichbaren Effekt konnten die dänischen Forscher weder für Schnaps und Bier, aber auch gerade nicht bei Abstinezlern nachweisen.
Links:
Website der Renaud-Society: http://www.renaudsociety.org/
Wikipedia Beitrag über das französische Paradox
